Den Schmerz durchbrechen

"Kommt ein Schmerz, so halte still und frage, was er von dir will" (Emanuel Geibel)

 

Schmerzen können unangenehm, belastend, lebenseinschränkend und bedrohlich sein und doch ist ein Leben ohne Schmerzempfinden kaum möglich.

Schmerzen sind Warnsignale, die den Körper schützen und bei Gefahren warnen, manchmal sogar schon bevor eine Verletzung  überhaupt stattgefunden hat.

So löst eine bestimmte Bewegung einen reißenden oder stechenden Schmerz aus, der in der weiteren Ausführung innehalten lässt, um eine tatsächliche Verletzung von Muskelgewebe oder eines Gelenkes zu verhindern.

Schmerzen sind also sinnvoll und sichern unser Überleben.

 

Viele Menschen jedoch leiden unter chronischen Schmerzen. Schmerzen die länger als sechs Monate andauern und ihre eigentliche Warnfunktion verloren haben.  

Ein Großteil der chronischen Schmerzen werden durch Fehlbelastungen des Bewegungs- und Stützapparates verursacht.

Auslöser für akute und chronische Schmerzen können vielfältig sein. Dazu gehört nicht nur ein akutes Trauma wie bspw. das Schleudertrauma bei einem Autounfall, Stürze oder schweres Heben oder Tragen, sondern auch körperliche Fehlhaltungen, langes Sitzen oder Stehen im Alltag, ungünstige Gewohnheitshaltungen, repetitive Aktivitäten im Beruf oder Sport, Vitamin- und/oder Mineralstoffmangel, innerer Stress oder seelische Belastung etc.

Schmerz-Ausweichbewegungen oder -haltungen führen dann oftmals zu einer Ausweitung des Beschwerde- und Schmerzbildes, indem weitere Gewebe, Muskeln und Körperregionen ebenfalls dauerhaft überlastet werden.

 

Hier gilt es der Ursache des einstigen akut auslösenden Schmerzes und der Aufrechterhaltung des chronisch gewordenen Schmerzbildes auf den Grund zu gehen, mit Hilfe bestimmter Techniken Muskeln, Bänder und Gewebe wieder in einen entspannten, schmerzfreien Zustand zu versetzen und mit Kräftigungs- und Dehnübungen und der Einübung alternativer Bewegungsmuster der permanenten Überlastung und Reizung des betroffenen Körperteils entgegenzutreten.